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Der Stockmeißel – Welche Funktionen sind nötig
Autor: Dr. Andreas Kokott (Über den Autor)
Den Stockmeißel benötigt man ständig, wenn man an den Beuten bzw. Beinen arbeitet. Es gibt unterschiedliche Stockmeißel, mit verschiedenen Zusatzfunktionen. Doch was braucht man wirklich und wo zu sind die Bereiche am Stockmeißel da?
Ich verwende einen sehr einfachen Stockmeißel (Foto) und habe die Funktionsbereiche gekennzeichnet.

- Nr. 1: Schab-Kante
- Nr. 2: Hebel-Kante
- Nr. 3: Rähmen-Haken
- Nr. 4: Nagelzieher, wobei ich eher davon ausgehe, dass man den Meißel daran an einem Nagel aufhängen kann
Sehen wir uns die verschiedenen Funktionen Nr. 1 – Nr. 3 an.
Die Schab-Kante sollte scharf sein. Man schiebt sie in die Zwischenräume der Beutenbestandteile (Zargen, Absperrgitter, Deckel usw.). Da Bienen gerne Ritze zukitten, lassen sich die Beutenbestandteile schlecht ohne Stockmeißel trennen. Man schiebt die Schab-Kante in den Schlitz und hebelt dann die Holzflächen auseinander.

Die Schabkante dient zum Reinigen von Flächen. Man entfernt damit Wachs und Propolis.


Mit der Hebel-Kannte lassen sich Rähmchen voneinander lösen, indem man die Hebel-Kante zwischen die Rähmchen steckt und den Meißel zur Seite drückt. Das macht man auf beiden Seiten des Rähmchens.

Kann man das gelöste Rähmchen nicht vom anderen Wegschieben, weil der Platz fehlt oder möchte man eine Wabe in er Mitte ziehen, so verwendet man den Rähmchen-Haken.

Bei meiner Beute sind die Rähmchen nicht auf Leisten, also verschiebbar, sondern in einem Rähmchen-Kamm. Dadurch fallen die Rähmchen auch nicht raus, wenn man die Zarge aufstellt. Ohne einen Rähmchen-Haken kann man die Rähmchen nur schwer lösen.


Nach der Arbeit reinige ich den Meißel. Das geht mit heißem Wasser, gelegentlich muss man Verunreinigungen auch mit Stahlwolle abscheuern. Ist der Meißel nur etwas verunreinigt, kommt er in die Spülmaschine.

